News // Waldbrandcamp Griechenland.

 

Ankunft im Camp

Am Donnerstag, 21. Juli brachen zwei Wehrmänner der FF Bruneck (WM Mairhofer Ivan, WM Tinkhauser Lukas), sowie der WM Niederwanger Felix der Nachbarwehr aus St. Georgen nach Griechenland auf, um beim internationalen Waldbrandcamp in Rizomata teilzunehmen.

Organisator des jährlich stattfindenden Camps ist der griechische Verein E.S.E.P.A. (Körperschaft der Griechischen Frewilligen Feuerwehren und Wiederaufforstung). In insgesamt fünf Schichten, die jeweils zwei Wochen dauern, wird so den ganzen Sommer über der Brandschutz in der Umgebung von Rizomata und, wenn nötig, im restlichen Griechenland gesichert.

Bei Ankunft am Flughafen von Thesaloniki wurden die drei, gemeinsam mit drei weiteren Feuerwehrlern aus Deutschland, mit einem Dienstwagen abgeholt und ins Camp gebracht. Dort warteten schon die restlichen zehn Teilnehmer - die 2. Wachschicht 2011 war somit vollständig besetzt. Die Teilnehmer kamen aus vier Ländern (Südtirol, Schweiz, Deutschland, Griechenland).

1. Einsatz

Am zweiten Tag begann schließlich die Ausbildung. Diese gliederte sich in einen theoretischen, sowie einen praktischen Block und dauerte insgesamt knapp eine Woche. Noch am gleichen Tag wurde die Siesta von der im Camp installierten Siesta gestört - ca. eine Stunde Fahrtzeit vom Camp entfernt brannte eine illegale Mülldeponie. Mit einem Pinzgauer, den zwei TLF's und einem MTF wurde die Anfahrt angetreten. Vor Ort angekommen wurde der Einsatz von der Berufsfeuerwehr an die Mannschaft der ESEPA übergeben. Die Spezialeinheit übernahm somit die Löscharbeiten und wurde von der BF mit Wasser versorgt. Nach zweistündigem Einsatz konnte die Heimfahrt angetreten werden.

Stresstest

Der nächste Tag begann mit einer Truppenübung - am nahegelegenen Berg wurde zuerst die Ausdauer der Teilnehmer durch einen Fußmarsch und mit Zusatzausrüstung getestet - ohne Pause ging es gleich zum angenommenen Einsatz.
Auch am darauffolgenden Tag stand eine ähnliche Übung auf dem Programm. Wie sich herausstellen sollte, nur Kleinkram gegen den sogenannten "Stresstest". Früh am Morgen brach die Mannschaft in ein Nachbardorf auf, um dort den Wald mit Brandschneisen zu versehen. Durch diese Maßnahme wird die Brandlast neben den viel besuchten Wanderwegen im Gebirge reduziert.
Auf einer Länge von 1 Kilometer wurden links und rechts des Weges bis zu vier Meter (=4000 qm) Gebüsch, Gras, Äste usw. entfernt. Die Mannschaft lies keinen Grashalm an seinem Platz und so dauerte die Prozedur insgesamt 22 Stunden (aufgeteilt auf zwei Tage).

Aufräumen :(

Mit dem Stresstest war die Ausbildungsphase abgeschlossen und das Warten auf weitere Einsatzaufträge begann. Während der Freizeit wurde nun das gesamte Lager flott gemacht. Sämtliche Fahrzeuge, Gerätschaften, Armaturen, Schläuche, Ausbildungs- und Aufenthaltsräume, Werkstätten und Schlafcontainer wurden auf Herz und Nieren geprüft und auf Vordermann gebracht.

Freizeit :)

Bis zum Ende des Camps ging kein weiterer Einsatzauftrag im Büro der Campführung ein - ein Grund dafür war wohl, dass die Treibstoffkosten für jeden Einsatz von der betreffenden Gemeinde übernommen werden müssen. Die so gewonnene Freizeit wurde mit einem Besuch am Meer oder einer Wanderung auf den Olymp bestens genutzt und es kam bei fast allen noch ein gewisses Urlaubsfeeling auf.

Fotos (C): Lukas Tinkhauser, Felix Niederwanger, Marc Geiger, Natascha Staub, Markus Hüttner, Sebastian Rückner

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